16. Juni 2025, 16.00 Uhr

Sicherheit ist wichtig, aber der Preis entscheidet:

Schweizer:innen passen ihr Reiseverhalten an geopolitische Unsicherheiten an

  • Preis vor Sicherheit: 67 % der Schweizer:innen geben an, dass ihnen Sicherheit wichtig ist, entscheiden sich bei der Buchung aber häufig dennoch für das günstigere oder attraktivere Angebot.

  • Auch USA wird gemieden: 74 % meiden aktuell bestimmte Regionen. Am häufigsten genannt werden der Nahe Osten (51,9 %), die Ukraine und Russland (25,2 %) sowie die USA (24,9 %).

  • Umbuchungen als “New Normal”: Nur 54 % konnten ihre letzte Reise wie ursprünglich geplant durchführen. Geopolitische Entwicklungen beeinflussen Reiseentscheidungen zunehmend.

  • Absicherung gefragt: Reiseversicherungen gewinnen an Bedeutung: 74,6 % halten sie heute für wichtiger als noch vor zwei bis drei Jahren.


Zürich, 16. Juni 2026 – Die Reiselust der Schweizer Bevölkerung bleibt ungebrochen. Trotz geopolitischer Spannungen, steigender Kosten und wachsender Unsicherheiten planen viele weiterhin umfangreiche Ferienbudgets. Gleichzeitig zeigt die aktuelle, jährlich durchgeführte Studie von Swiss Bankers, dass sich das Reiseverhalten verändert: Destinationen werden bewusster gewählt, Reisepläne häufiger angepasst und Sicherheitsaspekte gewinnen an Bedeutung – zumindest in der Wahrnehmung.

Ferien bleiben gefragt – aber Luxusbudgets werden seltener

Auch 2026 investieren Schweizer:innen weiterhin beträchtliche Summen in ihre Ferien. Ein Drittel der Befragten unternahm in den vergangenen zwölf Monaten drei oder mehr Reisen. Mit 41,9 Prozent gibt der grösste Anteil jährlich zwischen 2'000 und 4'000 Franken für Reisen aus – deutlich mehr als 2025 (36,1 %). Auch der Anteil der Personen mit einem Reisebudget von 4'001 bis 6'000 Franken ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen und liegt neu bei 20,8 Prozent (2025: 17,3 %). Gleichzeitig ist der Anteil der Befragten, die mehr als 6'000 Franken für Ferien ausgeben, von 19 auf 11,9 Prozent zurückgegangen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die Reisebudgets zunehmend im mittleren Preissegment konzentrieren.

Sicherheit ist das wichtigste Reisekriterium

Bei der Reiseplanung steht die Sicherheit am Reiseziel klar an erster Stelle. Insgesamt 78,1 Prozent der Befragten stufen diesen Faktor als wichtig oder eher wichtig ein. Auf Platz zwei folgt der Komfort (68,7 Prozent), gefolgt vom Wunsch nach besonderen Erlebnissen (66,3 Prozent). Deutlich weniger Gewicht erhält hingegen das Thema Nachhaltigkeit. Lediglich 13,1 Prozent erachten ökologische Aspekte als wichtig, weitere 26,9 Prozent als eher wichtig.

Preis schlägt Sicherheit bei der Buchung

Trotz der hohen Bedeutung von Sicherheitsaspekten zeigt sich bei konkreten Buchungsentscheidungen ein anderes Bild. Für 55,6 Prozent der Befragten war der Preis ausschlaggebend für ihre letzte Reisebuchung. Wetter und Klima folgen an zweiter Stelle, während Sicherheitsüberlegungen mit rund 25 Prozent erst auf Platz drei landen.

Hier zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen Anspruch und tatsächlichem Verhalten: 67 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen Sicherheit zwar grundsätzlich wichtig ist, sie sich bei konkreten Buchungsentscheidungen jedoch häufig für das günstigere oder attraktivere Angebot entscheiden.

Reisen rücken näher an die Schweiz

Auch bei den bevorzugten Destinationen zeichnet sich eine Verschiebung ab. Für 36,9 Prozent kommen südeuropäische Länder wie Italien, Spanien oder Griechenland heute eher infrage als noch vor zwei bis drei Jahren. An zweiter Stelle folgt die Schweiz selbst mit 32,4 Prozent, gefolgt von Deutschland und Österreich.
Gleichzeitig meiden derzeit 74 Prozent der Schweizer:innen bewusst bestimmte Regionen. Am häufigsten genannt wird der Nahe Osten (51,9 Prozent), gefolgt von der Ukraine und Russland (25,2 Prozent). Spannend ist auch, dass 24,9 Prozent die USA bewusst umgehen.

Geopolitische Konflikte beeinflussen Reiseentscheide

Die Auswirkungen globaler Krisen spiegeln sich direkt im Reiseverhalten wider. 80,9 Prozent der Befragten geben an, dass der Konflikt im Nahen Osten ihre Reiseentscheidungen beeinflusst. Fast ebenso stark wirken sich steigende Reisekosten und die Inflation aus (78,9 Prozent).
Vergleichsweise weniger Einfluss auf die konkrete Reisetätigkeit haben der Krieg in der Ukraine sowie Klimawandel und Wetterextreme, die dennoch von über sieben von zehn Befragten als relevante Faktoren genannt werden

Nur 54 Prozent der Befragten konnten ihre Reise in den vergangenen zwölf Monaten wie ursprünglich geplant durchführen. 20,8 Prozent buchten spontaner als üblich, 8,9 Prozent änderten ihr Reiseziel, 7,1 Prozent verschoben ihre Reise zeitlich und 6,9 Prozent stornierten ihre Reise vollständig.

Politische Stabilität schafft Sicherheitsgefühl

Wer seine Reisepläne änderte, reagierte flexibel: 34,6 Prozent reisten zu einem späteren Zeitpunkt, 29,8 Prozent entschieden sich für eine andere Reiseform und 26,5 Prozent verbrachten ihre Ferien stattdessen in der Schweiz. 22 Prozent verzichteten ganz auf die geplante Reise.
Bei der Wahl eines alternativen Reiseziels spielten finanzielle Überlegungen die wichtigste Rolle (36 Prozent). Fast ebenso bedeutend war jedoch ein höheres Sicherheitsgefühl (31,5 Prozent).

Für Schweizer:innen bedeutet Sicherheit vor allem politische Stabilität (42,9 Prozent), eine niedrige Kriminalitätsrate (36,8 Prozent), eine gute medizinische Versorgung vor Ort (36,1 Prozent) sowie sichere An- und Abreisemöglichkeiten (35,3 Prozent). Entsprechend zählen politische Unruhen und Konflikte (53,4 Prozent) sowie Gewalt und Terroranschläge am Reiseziel (47,5 Prozent) aktuell zu den grössten Reisesorgen der Bevölkerung.

Vertrauen in offizielle Informationsquellen

Über mögliche Risiken informieren sich Schweizer Reisende vor allem bei offiziellen Stellen. 41,6 Prozent nutzen Informationen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), während 38,3 Prozent auf Online-Nachrichtenportale zurückgreifen.

Reiseänderungen verursachen Mehrkosten

76,8 Prozent der Betroffenen mussten aufgrund geänderter Reisepläne zusätzliche Kosten in Kauf nehmen. Am häufigsten lagen diese zwischen 200 und 1'000 Franken (40,1 Prozent).
Zur Finanzierung griffen 32 Prozent auf Ersparnisse zurück. 20,7 Prozent konnten die zusätzlichen Kosten aus dem laufenden Budget decken, während 15,8 Prozent dafür auf andere Ausgaben verzichten mussten. 17,7 Prozent zahlen die Mehrkosten aktuell in Raten ab. Lediglich 13,8 Prozent machten die entstandenen Kosten über eine Reiseversicherung geltend.

Reiseversicherungen gewinnen an Bedeutung

Bereits 38,4 Prozent verfügen über eine Reiseversicherung, weitere 25,4 Prozent über eine Grundabsicherung. 15,5 Prozent sind zwar versichert, wissen jedoch nicht genau über welchen Schutz sie verfügen. Nur 20,7 Prozent geben an, aktuell keine Reiseversicherung zu besitzen oder ihren Versicherungsstatus nicht zu kennen.
74,6 Prozent der Befragten halten Reiseversicherungen heute für wichtiger als noch vor zwei bis drei Jahren. Gleichzeitig fühlen sich 77,8 Prozent beim Thema Reiseversicherung gut informiert.

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Medienkontakt

Jenny A. Albert
GRIP Agency
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Über Swiss Bankers Prepaid Services AG

Swiss Bankers ist ein international ausgerichteter Finanzdienstleister mit Standorten in den Kantonen Bern und Zürich sowie in Vaduz (Liechtenstein). Seit Januar 2025 gehört die Bank zur Hypothekarbank Lenzburg AG. Swiss Bankers entwickelt, vertreibt und verarbeitet innovative, auf Guthaben basierende Zahlungsprodukte für den weltweit sicheren, bargeldlosen Zahlungsverkehr. In der Unternehmensgruppe mit der Hypothekarbank Lenzburg und der Finstar AG baut Swiss Bankers sein Angebot in den Bereichen Zahlen und Finanzieren sowie Embedded Finance und Banking-as-a-Service weiter aus. Darüber hinaus ermöglicht die Swiss-Bankers-App kartenbasierte, kontounabhängige Peer-to-Peer-Geldtransfers aus der Schweiz in zahlreiche Länder sowie die Bestellung von Bargeld in über 60 Währungen direkt nach Hause. Das Unternehmen wurde 1975 gegründet und durch Travelers Cheques bekannt. Heute können die Kartenprodukte von Swiss Bankers direkt über www.swissbankers.ch oder bei über 200 Vertriebspartnern bezogen werden.

Mehr unter: www.swissbankers.ch

 

Über die Studie
Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Befragung des Marktforschungsinstituts Appinio im Auftrag von Swiss Bankers. Zwischen dem 29. Mai und dem 9. Juni 2026 wurden insgesamt 1'000 Personen in der Schweiz befragt. Die Stichprobe umfasst 488 Frauen und 512 Männer im Alter von 18 bis 65 Jahren und ist hinsichtlich Geschlecht, Alter und Sprachregion repräsentativ für die Schweizer Wohnbevölkerung.

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