Geschätzte Medienschaffende
Das Research-Team der LUKB publiziert regelmässig Konjunkturanalysen für ausgewählte Wirtschaftsräume. Am heutigen 10. März 2026 freuen wir uns, Ihnen das Konjunktur-Update für das 2. Quartal 2026 zuzustellen.
Die Weltwirtschaft, die sich 2025 robuster als erwartet zeigte, treibt aktuell von einer Krise in die nächste. Mit dem Krieg der USA und Israel gegen den Iran steht der nächste Härtetest an, denn die internationale Öl- und Gasversorgung ist beeinträchtigt. Neben der menschlichen Tragödie drohen negative Folgen für die Konjunktur.
Zum jetzigen Zeitpunkt gehen die Analysten der LUKB davon aus, dass die militärische Auseinandersetzung zeitlich und lokal begrenzt bleibt. In ihrem Basisszenario würde die Strasse von Hormus in den kommenden Wochen wieder geöffnet, sodass die Energieexporte aus der Region danach wieder aufgenommen werden könnten.
Schweiz: Bleibt der Iran-Krieg zeitlich und regional begrenzt, dürfte sich die hiesige Wirtschaft im Jahresverlauf u.a. durch Lizenzeinnahmen aus globalen Sportevents weiter erholen und gegenüber 2025 real um 1,2 % wachsen. Die Inflation sollte niedrig bleiben: Dieses Jahr durchschnittlich 0,6 %, nächstes Jahr 0,9 %.
Euroraum: Private Konsumausgaben und Investitionen in Bauten und Ausrüstungen dürften die Wirtschaft im Euroraum auch in diesem und nächstem Jahr stützen. Für 2026 erwarten die LUKB-Analysten einen realen BIP-Zuwachs um 1,5 %, für 2027 um 1,8 %. Die Inflation sollte trotz steigender Energiekosten nahe 2 % bleiben.
USA: Konsum und Bau verlieren an Kraft, Investitionen bleiben abseits von IT verhalten, dafür sollte der private Konsum anziehen. Per Saldo dürfte die US-Wirtschaft dieses Jahr um 2 % wachsen, 2027 um 1,4 %. Die Inflation dürfte das Ziel von 2 % deutlich überschreiten und im Jahresschnitt bei 3,2 % erreichen.
China: Industrie und Export bleiben hier Wachstumsträger, während der private Konsum weiter enttäuscht. Die LUKB-Analysten rechnen für 2026 mit einem BIP-Wachstum von rund 4,5 % mit weiterer Abschwächung danach. Ohne tiefgreifende Reformen vor allem des Sozialsystems bleibt Chinas Wachstumsmodell anfällig.
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