12. Mai 2026, 17.00 Uhr
«Wir müssen unseren Wohlstand jedes Jahr neu erwirtschaften»: Thoma und Leutenegger fordern Mut zu Klartext, weniger Bürokratie und weniger Staatskonkurrenz.
Regulierung, Fachkräfte, geopolitischer Druck: Die Rahmenbedingungen für Zürcher Unternehmen werden anspruchsvoller. An der 108. Generalversammlung von Arbeitgeber Zürich wurde nicht nur diskutiert, sondern eingeordnet, was die momentane Lage für die Betriebe konkret bedeutet.
Suzanne Thoma, Executive Chairwoman bei Sulzer, machte deutlich: Wohlstand sei in der Schweiz keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Leistung, die Unternehmen jedes Jahr neu erbringen müssten. Umso unverständlicher sei es, dass sich das Land in einem hart umkämpften Markt mit immer neuen administrativen Auflagen selbst schwäche. Auch der Staat trage seinen Teil dazu bei, wenn er als Arbeitgeber Leistungen anbiete, die private Unternehmen unter Zugzwang setzten und ihre Erträge belasteten. Thoma warf die Frage auf, warum die Schweiz nicht eine parlamentarische Sondersession einberufe, die sich gezielt darauf konzentriere, die Schweizer Industrie zu stärken, statt sie zu behindern. Wirtschaft und Verbände sollten dazu deutlich Position beziehen.